Münster/Münsterland/weltweit – Es gibt kaum einen Tag, an dem nicht aus allen Ecken, von Links und Rechts, von oben und unten, in kleinen wie in großen Systemen, versucht wird, lauthals mit Allem Aufmerksamkeit zu erhaschen, alternativlos keinen Stillstand zu haben und im digitalen Rauschen sich selbst und alles andere mit Richtig und Falsch zu besiegen. An manchen Tagen fühlt es sich an, als hätte uns jemand einen riesigen Trichter ins Gehirn gesteckt und würde pausenlos Tonnen an Informationen, Tönen, Bildern, Daten, Anforderungen und Aufforderungen hineinkippen. Es ist viel, voll und wird eng.
Aber der 16. Januar 2026 ist ein anderer Tag. Ein Tag, an dem es zufällig gleich mehrfach „Nichts“ zu feiern gibt. Zunächst ist da der National Nothing Day, den der amerikanische Journalist Harold Pullman Coffin 1973 ins Leben rief, an dem rein gar nichts getan werden muss. Wirklich nichts. Da der nationale Nichts-Tag ein "Nicht-Event" ist, soll er folglich auch nicht begangen werden. Mit anderen Worten: man soll absolut nichts tun, insbesondere auch nichts, was den Nichts-Tag betrifft, ... außer Feiern.
Gleichzeitig feierte der Münsteraner Künstler Stephan US seinen 60. Geburtstag. Das wäre nichts Besonderes, wenn er nicht seit 25 Jahren an, über und mit Nichts forscht und dazu künstlerisch arbeitet. Ferner feierte an dem Tag auch sein künstlerisches Herzstück, das Archiv des Nichts, Geburtstag. Anfang 2006 trat das Archiv des Nichts erstmals in die Öffentlichkeit und wächst seit 20 Jahren zur Fülle des Nichts. Und es wächst weiter.
In dem zweijährigen Projekt „nichts wird gewesen sein“ feiert er das Nichts. Gemeinsam erforscht er mit vielen Beteiligten das Nichts und die verwandten Leerstellen, wie die Leere, die Abwesenheit, die Stille, die Null, das Loch … und räumt dem Nichts mit all´ seinen Facetten seinen öffentlichen Platz von Münster, über das Münsterland bis weltweit ein. In Laboren, Performances und dem Archiv des Nichts entstehen im Urbanen wie Ländlichen neue Leerstellen – Dazwischenräume - aus der Fülle des Nichts.
Wie das Archiv des Nichts weiterwächst, was geplant ist, wie Nichts performativ live passiert, wie neue Leerstellen entstehen, wie man mitmachen kann und wie es die Welt verändern könnte, dass können Sie lebendig im Projekt erfahren.
Kommen Sie vorbei! Die nächsten Termine finden Sie hier.
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„NICHTS passiert!“ ist ein Ausdruck der Langeweile, des (Selbst-)Beruhigens als auch der Ereignislosigkeit. Wir kehren jedoch die Bedeutung um und lassen in krisenhaften Zeiten künstlerisch-performativ NICHTS passieren. Wir machen die Leerstellen, das NICHTS und seine Verwandten zum WIRKlichen Ereignis.
Ob performt, getextet, gezeichnet, gefilmt, gespielt, gefragt, befragt: „Meinen wir das Gleiche Nichts? Was bedeutet für dich Niemand zu sein? Wo ist deine Nische? Wieviel Schweigen vertragen wir? Ach, so sieht dein Nichts aus!“ …. wir experimentieren und erforschen das Nichts, ernsthaft und lustvoll, bis eine lebendige Poesie erwächst. Da bleibt Nichts sicher.
Der Workshop fand bereits am Helmholtz-Gymnasium in der Dortmunder Nordstadt und an der Euregio-Gesamtschule in Rheine statt.
Das nächste Labor findet am 06. + 7.11.2026 im Zwischenraum – Ort des glücklichen Zufalls in Warendorf statt.
Wer mitmachen möchte, findet die Infos hier.
Hallo und herzlich Willkommen,
ich möchte Dir Nichts schenken! Warum?
Weil Nichts das Kostbarste ist auf dieser Welt. Nein, ich würde sogar sagen: im gesamten Universum, Multiversum, … Nichts ist so selten und gleichzeitig überall. Es ist aber auch das Einzige, was ich wirklich besitze.
Ich bin Stephan US und arbeite seit über 25 Jahren künstlerisch zu, mit und über Nichts. In dem Herzstück meiner Arbeit, dem Archiv des Nichts, sammle ich seit genau 20 Jahren – Tata! - Geburtstag - alles zum Nichts und den verwandten Leerstellen, wie die Null, Leere, Stille, das Nichtstun, Schweigen, Loch oder die Abwesenheit.
Diesen Geburtstag möchte ich feiern – mit Dir!
Ob performt, getextet, gezeichnet, gefilmt, gespielt, gefragt, befragt: „Was ist Dein Nichts? Meinen wir das gleiche Nichts? Wie geht Nichtstun? Wo ist deine Nische? Wieviel Schweigen vertragen wir? Ach, so sieht dein Nichts aus!“ …. wir experimentieren mit und erforschen das Nichts, ernsthaft und lustvoll, bis eine lebendige Poesie erwächst. Da wird Dir Nichts geschenkt, garantiert!
Neugierig geworden? Dann schaue unter News, was, wann, wo passiert und wie Du mitmachen kannst.
Willst Du noch mehr wissen: einfach fragen
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Egal, ob im Büro, daheim, im Hotel, im digitalen Raum,...
Überall, wo Du Dich gerade befindest... Hänge Deine Bilder ab!
Vom Ort dieser Leerstelle, dieser bilderlosen Anwesenheit mache ein Photo, schreibe einen Text darüber oder dokumentiere es, wie Du möchtest.
Schicke mir Deine Dokumentation an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Ich veröffentliche diese Spuren der Abwesenheit unter www.archiv-des-nichts.de
Take down your pictures!
It doesn´t matter, if in the bureau, at home, in the hotel, digital space...
Everywhere, where you are... Take down your pictures!
Take a photo from this blank space, this imageless presence, write a text or document it, like you want.
Please, send this documentation at Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
I publish these tracks of absence under www.archiv-des-nichts.de
zwei performative Vorträge mit Wanderung zu Löchern in der Stadt
Finanzloch, Schlagloch, Erdloch, Haushaltsloch, Funkloch, in einem Loch wohnen ... die Stadt ist voller Löcher und Löcher sind immer die Eingänge zu anderen Systemen. Immer, wenn ich auf meinen Reisen an einem Loch vorbeikomme, in dem mein Kopf hineinpasst, tauche ich meinen Kopf in das Loch. Mindestens fünf Minuten verbleibe ich so still in Demut und Ruhe in diesem System und versuche mit ihm eine Einheit zu bilden. Das mache ich als Hüter des Archivs des Nichts schon seit 2013 weltweit im öffentlichen Raum, ob in Istanbul, Kopenhagen, Lissabon, Montreal, Tartus (Syrien) oder in Münster. Nun lade ich zu zwei performativen Vorträgen mit Wanderung zu Löchern in der Stadt. In dieser Erkundung der Leerstelle sind mit dabei: Stephen Hawking, Kurt Tucholsky, Ernst Jandl, u.v.a. Seien Sie auch dabei!
Und immer dabei ist die Frage: Wie kommt man aus einem Loch wieder raus?
Termine:
Freitag, 02. Oktober 2026 | 17 Uhr
Samstag, 03. Oktober 2026 | 15 Uhr
Start- und Treffpunkt: Bushaltestelle Hörster Tor C am Hörster Platz, Münster
Der Eintritt ist frei – Obolus erbeten!
Hier eine kleine Impression aus 2023 als Vorgeschmack: Presseartikel WN 17.08.2023