ARCHIV DES NICHTS

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Presse

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Presseartikel 2006

„….Nah am Komplex bewegt sich Stephan US aus Münster. Seine Kreidestriche auf dem Boden ergänzen sich erst nach und nach aus unentzifferbaren strichen zum fertigen ganzen. Und alle versuche, dieses gedanklich zu fassen zu bekommen, münden ins vielsprachige „Nichts“. Die Formel wie „a=a“ wird zu „nada“. Stephan US ist Kurator des „Archiv des Nichts“, das jeder, der sich berufen fühlt, mit material versorgen darf. Ein verschrobenes Konzept, das ungeahnte soziale Funktionen bedient…..“
Rainer Schmidt, Neue Westfälische, 25.09.2006

„…Versuchen Sie mal, sich das Nichts vorzustellen! Gar nicht so einfach, oder? Wenn Ihnen bei solchen Gedanken ganz schwindlig wird, befinden Sie sich in guter Gesellschaft: Die größten Denker geraten ins Schwitzen, wenn es darum geht, die große Leere zu beschreiben. Der Philosoph Martin Heidegger etwa schrieb: “Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?” Zum Nichts nichts zu sagen zu haben, das ist doch schon mal was! Im Zweifelsfall ein dickes Fragezeichen und ein Haufen Denkanstöße. Die werden jetzt gesammelt, und zwar von Stephan US. Der Künstler baut seit ein paar Jahren in Münster ein “Archiv des Nichts” auf. Angekündigt wurde die Kunstaktion mit einer “Demonstration für Nichts” – im Sommer 2004 zogen rund 50 Leute mit blütenweißen Transparenten durch die Münsteraner Innenstadt und verteilten unbedruckte Flugblätter. Das Archiv selbst sammelt Hochphilosophisches genauso wie naturwissenschaftliche Erkenntnisse zum Nichts und seinen verschiedenen Erscheinungsweisen – der Stille, der Leere und der Null zum Beispiel. Über 250 Gedichte, Bilder und Texte hat US inzwischen zusammengetragen – und das Nichts-Lager nimmt ständig mehr Raum ein: Immer auf der Suche nach neuen Formen und Ausdrucksweisen des Nichts, lädt der Künstler jeden ein, ihm seine persönlichen Gedanken zum Thema mitzuteilen – von phantastisch bis profan, von erbaulich bis esoterisch. Schließlich hat jeder schon mal erlebt, wie sich das Nichts im Alltag breitmachen kann: Als Pause, Langeweile oder Nichtstun – wobei sich natürlich sofort die Frage aufdrängt, ob das überhaupt möglich ist: Nichts tun…und schon ist man mitten drin in der Grübelei. Wenn Ihnen also mal wieder besonders nichtige Gedanken durchs Gehirn geistern, können Sie diese dem Nichts-Archiv zur Verfügung stellen. Vielleicht sortiert Stephan US sie ja bald schon mit ein in sein Z-förmiges Regal (“Z” für “Zero”, also “Null”) mit der gesammelten Ratlosigkeit. Dort liegen unter anderem auch Kunstwerke wie das berühmteste Musikstück des Avantgarde-Komponisten John Cage: Er komponierte 1952 vier Minuten und 33 Sekunden reine Stille in drei Sätzen. Vielleicht haben Sie das Stück ja schon einmal gehört…“
Minerva Fois, PM-Magazin – Fragen&Antworten, Heft: Juli 2006

„….US wartete mit seiner Aktion bis es mucksmäuschenstill war. „Stille ist eine Form von Vakuum“, erklärt er. Der Münsteraner sammelt alles über das Nichts. Nichtstun, Nix-Mix und Null sind nur drei, der vielen Unterkategorien, die er für sein Archiv des Nichts gefunden hat….“
Ingrid Fisch, Münstersche Zeitung – Stadtkultur, 03.05.2006

„Ausgewiesener Experte und Hüter eines sog. „Archiv des Nichts“ ist Stephan US..“
Hannelore Meis, ultimo – Münster für Einsteiger, 2006

„…Das Ungewöhnliche an dieser Ausstellung ist, dass man sich nicht lang mit ihr beschäftigen muss, um etwas Interessantes zu erfahren und für sich Anregendes herauszuziehen. Das Archiv legt abwechslungsreiche Fährten für zehn Minuten oder zehn stunden. Bei dem einen bleibt die Erkenntnis, dass es im bargeldlosen Zeitalter möglich ist, 0,01 Cent zu überweisen, der andere Besucher hat erfahren, was die bundesweite „Nix-Partei“ fordert.“
Julia Wille, Westfälische Nachrichten – Kultur, 02.02.2006

„….Das Nichts boomt. Nicht nur die Anzahl der Besucher im Archiv, auch das Medieninteresse ist erstaunlich…..“
Ingrid Fisch, Münstersche Zeitung – Kultur, 02.02.2006

„Nichts ist unmöglich – Den Auto-Werbeslogan will Künstler Stephan US ein für alle mal widerlegen. Er hat ein Archiv des Nichts aufgebaut und stellt dies ab heute in Münster zur Schau. 250 Texte und bilder hat er zusammengetragen. Es gehe ihm auch um die Verwandten des Nichts wie Stille, die Leere, die Null, die Abwesenheit, das Vakuum und das Loch. Wer gerade nichts zu tun hat, kann auch die seite www.archiv-des-nichts.de anklicken…..“
Deutschlandradio Kultur, Kulturnachrichten, 01.02.2006

„… Wer eine Kunstausstellung besucht, sollte einiges erwarten dürfen – selbst im Archiv des Nichts. Dort will der Münsteraner Künstler Stephan US seit Mittwoch insgesamt fünf Tage lang das „Nichts“ mit Denkanstößen dazu den Besuchern vor Augen führen – mit mehr als 250 Gedichten, Texten und Bildern aus Europa und den USA……“
dpa, 01.02.2006

„…Höchste Zeit also, die verstreuten spuren des Nichts in einem eigenen Archiv zu sammeln. Stephan US, Künstler mit Sitz an Münsters Kreativkai, hat es getan und keinerlei Berührungsängste bewiesen, die ganze Spannbreite von der Trivialkultur bis zu  hochphilosophischen Büchern zu sammeln. Genau genommen ist eine multimediale Bibliothek entstanden…..“
Michael Grottendieck, Westfälische Nachrichten, 31.01.2006


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